Benchmarking Vorgehensweise

Das Vorgehen bei einem Benchmarking-Projekt wird in der Literatur unterschiedlich beschrieben. Zwar unterscheiden sich die Vorgehensmodelle meist in der Bezeichnung und Anzahl der Phasen, jedoch sind diese inhaltlich weitgehend vergleichbar.

Das 5-Phasen-Modell des DBZ hat sich seit Jahren bewährt und wurde in zahlreichen Projekten angewendet:

I - Zielsetzung

  • Bestimmung der Benchmarking-Ziele
  • Festlegung des Inhaltes und der Betrachtungstiefe
  • Organisation

II - Interne Analyse

  • Analyse des Benchmarking-Objektes
  • Reduktion auf Benchmarking relevante Bestandteile
  • Bestimmung der Messgrößen und ursächlichen Einflussfaktoren

III - Vergleich

  • Gewinnung der Benchmarking-Partner
  • Erhebung & Validierung der Daten
  • Dokumentation & Kommunikation der Good-Practice

IV-V - Maßnahmen & Umsetzung

  • Stärken-Schwächen-Profil bilden
  • Interpretation des Ergebnisses
  • Adaption der Good-Practice auf das eigene Unternehmen
  • Verbesserungsziele setzen, Maßnahmen planen, Ressourcen berücksichtigen

Typische Stolpersteine

Die Komplexität eines Benchmarking-Vergleiches erfordert die gewissenhafte Planung und Umsetzung. Jedoch treten häufig Probleme auf, die durch mangelnde Erfahrung zu einem unzureichenden Ergebnis des Benchmarking-Vergleiches führen. Nebenstehend finden Sie klassische Stolpersteine:

  • Es wird keine klare Zielsetzung hinsichtlich der Benchmarking-Ergebnisse formuliert.
  • Die Ziele des Benchmarkings werden nicht mit den Unternehmenszielen verknüpft.
  • Der direkte Vergleich wird bereits angestoßen, bevor die Ursache-Wirkungsketten aufgedeckt sind.
  • Definitionen sind uneinheitlich oder unverständlich und werden von den Benchmarking-Partnern unterschiedlich interpretiert.
  • Fehler in der Datenerhebung werden nicht erkannt und beseitigt.
  • Die Ergebnisse und die Chancen zum konstruktiven Austausch mit anderen Unternehmen werden nicht genutzt.
Fünf-Phasen-Modell
Fünf-Phasen-Modell