Good Practice Beschreibungen als Impuls für eigene Veränderungsvorhaben

Das Verbundvorhaben KMUflex Flexibilisierungsstrategien für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hat zum Ziel die praktische Umsetzung von Flexibilisierungsstrategien und -maßnahmen zu verdeutlichen und in Unternehmen anzuwenden. Bereits erfolgreiche, in der Praxis umgesetzten Lösungen, so genannte Good Practice, sollen als Impuls und Ideengeber dienen und neue Denkanstöße für das eigene Managementhandeln liefern.

Im Rahmen des Pilotprojektes wurden über 120 Unternehmen zu Flexibilisierungsstrategien befragt. Aufbauend auf die Befragung erfolgte eine Auswahl von Strategien und Instrumenten, welche mit Good Practice Beispielen untersetzt werden sollten. Die Wahl der Good Practice Unternehmen trafen die regionalen RKW-Partner. Diese führten auch die Erhebung in den Unternehmen durch.

Dazu wurden Workshops organisiert, in denen sowohl die Unternehmensleitung, als auch Führungskräfte und Mitarbeiter ihren Input bzw. ihre Perspektive auf die Lösung des Unternehmens beisteuerten. Um alle relevanten Aspekte systematisch zu hinterfragen, vermittelte das DBZ den RKW-Beratern im Vorfeld Strukturen und Instrumente, die es ermöglichen eine Lösung im Detail zu erfassen. Eines dieser Instrumente ist das weit verbreitete Ishikawa- oder Ursache-Wirkungs-Diagramm. Dieses dient dazu die Faktoren zu identifizieren, die später in der Vergleichsphase als ursächliche Einflussfaktoren einer Lösung bei allen beteiligten Vergleichspartnern gleichermaßen hinterfragt, um herausragende Lösungen aufzuzeigen. Die Analyse der Einflussfelder mit Hilfe von Leitfragen dienten in den Workshops mit den KMUflex Unternehmen dazu, eine fundierte Lösungsbeschreibung zu erarbeiten ohne wesentliche Einflussfaktoren zu vernachlässigen.

Das Ergebnis sind Good Practices von insgesamt elf Unternehmen, die die praktische Umsetzung von Maßnahmen in unterschiedlichen Flexibilisierungsfeldern greifbar verdeutlichen. Hierbei werden die Ausgangslage, der eingeschlagene Weg sowie die konkrete Ausgestaltung der Lösung vermittelt. Neben den Ergebnissen werden auch Erfolgsfaktoren für die erfolgreiche Umsetzung dargestellt. Die Good Practice Beschreibungen liefern damit nicht nur Impulse für eigene Veränderungsvorhaben, sondern weisen auch auf wichtige Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung hin. Ein wesentliche Faktor der in fast allen Good Practice Unternehmen deutlich wird: erfolgreiche Lösungen werden insbesondere durch eine frühzeitige und offene Einbindung der Mitarbeiter ermöglicht.

Wie dies erreicht wird sowie weitere spannende Erkenntnisse zur Umsetzung von Flexibilisierungsstrategien finden Sie in den Fachpublikationen zum Projekt KMUflex.